Was ist Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ?

 

Die chinesische Heilkunde entstand vor über 2000 Jahren. Als die westliche Medizin im 19. Jahrhundert in China Einzug hielt, geriet sie in den Hintergrund. 1929 wurde ihre Ausübung sogar teilweise verboten. In den 1950er-Jahren begann die kommunistische Regierung, die Chinesische Medizin wiederzubeleben. Dafür wurde die teilweise widersprüchliche Lehre gestrafft und vereinheitlicht. So entstand die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Mit der Öffnung der Volksrepublik China in den 1970er-Jahren wurde das Heilverfahren auch im Westen bekannt. Vor allem die Akupunktur erlebte einen Boom, nachdem ein amerikanischer Journalist 1971 einen Artikel in der «New York Times» veröffentlicht hatte, in dem er über seine erfolgreiche Schmerzbehandlung nach einer Blinddarmoperation berichtete. Akupunktur ist eine von fünf Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die weiteren sind: Ernährung, Kräuterheilkunde, Tuina- Massage und Qigong, eine Bewegungslehre. Ähnlich wie Instrumente in einem Orchester tragen die fünf Säulen zu einem harmonischen Ganzen bei, sodass die Lebensenergie Qi ungehindert fliessen kann.