Was tun bei starkem Schwitzen nach der Menopause?

 

 

Die sogenannten Wechseljahre gehören zum natürlichen Alterungsprozess von uns Frauen dazu. Mit zunehmendem Alter produzieren die Eierstöcke weniger Östrogen und Gelbkörperhormone, wodurch die Fortpflanzungsfähigkeit allmählich erlischt. Durch die Abnahme der Hormone kommt es zu Veränderungen im Hypothalamus, der Steuerzentrale für unsere Körpertemperatur und Emotionen. Dies kann diverse Auswirkungen haben. Zu den häufigsten Begleiterscheinungen während und nach der Menopause zählen – wie Sie es gerade erleben – Hitzewallungen und das damit verbundene Schwitzen. Es kann besonders nachts intensiv und oft mit Herzklopfen verbunden sein. Die Behandlung hängt stark davon ab, welche Thera- piemöglichkeiten die betroffenen Frauen bevorzugen, welche medizinische Vorge- schichte sie haben und wie stark die Beeinträchtigung ist. Wenn die Symptome eher mild sind, kann zuerst probiert werden, mit einer Anpassung von Lebensgewohnheiten dem Schwitzen entgegenzuwirken. Eine gesunde Ernährung und regelmässige körperliche Aktivität sowie der Verzicht auf Rauchen, scharfe Lebensmittel oder häufigen Alkoholkonsum können zum Beispiel dazu beitragen, die Hitzewallungen zu reduzieren. Gerade nachts kann es zudem helfen, mit einer Klimaanlage oder einem Ventilator die Zimmertemperatur zu senken. Behandlungsmöglichkeiten bieten mit natürlichen Heilpflanzen oder Akupunktur auch die Homöopathie und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM).

Hormone nur über beschränkten Zeitraum

Falls die Beschwerden stark sind, kann zunächst wie bei Ihnen eine Hormonersatztherapie in Betracht gezogen werden. Dem Körper wird dabei Östrogen und allenfalls Gelbkörperhormon zugefügt, um den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Wichtig ist, dass diese Behandlung unter ärztlicher Konsultation stattfindet und die Therapie individuell abgestimmt wird. Die Hormone sollten zudem nur über einen beschränkten Zeitraum eingenommen werden, da sich sonst das Risiko für Brustkrebs erhöhen kann. Liegen solche Risikofaktoren bereits vor, ist alternativ eine andere medikamentöse Therapie möglich. Generell dauern Wechseljahrbeschwerden im Durchschnitt bis zu fünf Jahre an. Bei einem Drittel der Frauen können gerade die Wallungen aber auch bis zehn Jahre nach der letzten Periode noch auftreten, wenn auch nicht zwingend in der gleichen Intensität. Dies kann für betroffene Frauen sehr belastend sein, weshalb ich in solchen Fällen zu einer fachärztlichen Begleitung rate. Für weiterführende Infos kann ich zudem die Website der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Menopause (meno-pause.ch) sehr empfehlen.